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Einspruch! Google Street View startet im November
"Schwenken, drehen und zoomen Sie sich durch Städte und Straßen auf der ganzen Welt". Diese Werbebotschaft für Googles Dienst "Street View" wird trotz heftiger Proteste jetzt auch in Deutschland Realität. Ab sofort gibt es für Kritiker jedoch vier Wochen lang die Möglichkeit, vorab Einspruch einzulegen.

Im November soll hierzulande Googles Kartendienst "Street View" online gehen - zunächst beschränkt auf zwanzig ausgewählte Städte zwischen Hamburg und München. Panaromafotos von den Straßenzügen und Häusern dieser Städte werden dann für jedermann im Internet frei zugänglich sein.
Die Bilder für diesen Dienst stammen von speziellen Kamera-Autos, die Google in den vergangenen Jahren durch Deutschlands Straßen geschickt hat - und auch weiterhin schickt.

Zwar verspricht der Internetkonzern, abfotografierte Gesichter und Nummernschilder unkenntlich zu machen. Doch den Deutschen hat dieses Versprechen nicht ausgereicht. Bürger, Datenschützer und Politiker protestierten im vergangenen Jahr lautstark gegen den Internetdienst - schließlich könnten auf den Bildern Menschen beispielsweise anhand ihrer Kleidung identifizierbar sein. Und das, so die Gegner, sei ein klarer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines jeden Menschen.

Die lautstarken Diskussionen haben den Kritikern einen kleinen Sieg eingebracht. Google lenkte ein und entschied sich für eine deutsche Sonderlösung: Vor dem Start des Street-View-Dienstes im Herbst können Bürger in den betroffenen Städten gegen die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses, ihrer Wohnung oder ihres Grundstücks Einspruch erheben. Vom 16. August bis zum 15. Oktober haben Hausbesitzer und Mieter Zeit für ihren Widerspruch - also knapp zwei Monate.

Google stellte dafür ab dem 16. August ein Online-Formular bereit, bietet aber auch den Protest per Post an (Google Germany GmbH, Betreff: Street View, ABC-Straße 19 in 20354 Hamburg). Aber: Gelöscht werden die beanstandeten Bilder trotz Widerspruch nicht - Google wird sie lediglich verschwommen darstellen.

Die Debatte um Googles umstrittenen Dienst wird somit lediglich vertagt. Denn auch in anderen Ländern laufen Datenschützer weiter Sturm: Die Schweizer Behörden verlangen von Google, seine Routen offiziell anzumelden, während das Bundesverwaltungsgericht in Bern in genereller Sache über das Streitthema entscheiden will. (rs) Mehr Infos zu Google Streew View bekommt ihr hier!
Diese 20 Städte werden bis Jahresende lückenlos abgebildet:
Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart, Wuppertal
Street View kommt nach Deutschland
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