Schon mal von Elizabeth Grant gehört? Hinter diesem bürgerlichen Namen versteckt sich ein neuer Shooting-Star – Lana Del Rey. Mit ihrem Knaller-Hit „Video Games“, der vor allem mit einer riesigen Portion Melancholie überzeugt, hat sie ein gewaltiges Achtungszeichen in der Musikwelt gesetzt. Nun legt die 25-jährige New Yorkerin nach und bringt ihr Debüt-Album „Born To Die“ auf den Markt. Wer von „Video Games“ noch nicht genug hat, sollte sich die Platte unbedingt zulegen. Insgesamt 12 Songs werden auf dem silbernen Tablett serviert. Die Tracklist ist voll mit Kreationen à la Del Rey, die nicht selten durch ruhige und langsame Beats einen schnellen Weg in unser Gehör finden. Die eingefleischten Fans werden begeistert sein: Lana Del Rey bleibt sich von Anfang bis Ende treu! Jeder Song trägt die typische, dahin gehauchte Note und überzeugt mit überwiegend langen (und langsamen) Songs. Also genug Zeit, um ins Träumen zu geraten. Die Songs auf der Platte handeln nicht selten von Beziehungen und der Stärke bzw. Schwäche einer Frau. So singt sie in „Blue Jeans“ noch von einer Liebe, die bis ans Ende der Zeit anhalten soll und lässt uns in „Dark Paradise“ in eine dunkle Welt ohne Hoffnung versinken. „Born To Die“ ist eigentlich das perfekte Album für den Januar: Einfach mal den Winter aussperren, Mukke an, gemütlich aufs Sofa legen und zuhören – was will man mehr. Und eins muss man sagen: Lana Del Rey ist eine unglaublich gute Geschichtenerzählerin! Aber überzeugt euch selbst.
Nada Surf
The Stars Are Indifferent To Astronomy
Es gibt Neues von Nada Surf! Seit 1992 sind die Jungs am Start und haben seitdem sieben Platten auf den Markt gebracht. Das neueste Album heißt „The Stars Are Indifferent To Astronomy“ und steht ab dem 27. Januar in den Plattenläden eures Vertrauens zum Kauf bereit. Mit der ersten Singleauskopplung „Waiting for Something“ haben sie bereits eine Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Da muss das neue Album natürlich auch noch mal genauer unter die Lupe genommen werden! „The Stars Are Indifferent To Astronomy“ ist der Nachfolger vom Album „If I Had A Hi-Fi“, das 2010 erschienen ist. Insgesamt zehn Songs hat die Band auf das bereits siebte Studioalbum gepackt und die klingen – ähnlich wie „Waiting for Something“ – nach Gitarren, guter Laune und dem unverwechselbaren Sound des amerikanischen Trios. Besonders auffallend ist die tolle Stimme des Sängers Matthew Caws, der jeden Song auf seine bestimmte Art und Weise beeinflusst. Die Monotonie der Stimme bringt eine angenehme Lässigkeit in jeden Song hinein. Neben den flotten Pop-Rock-Songs, die durch dem Einsatz von Gitarren überzeugen, sind aber auch leise Tracks dabei. Der Song „When I Was Young“ lädt durch melancholische Ansätze zum Träumen ein und entführt den einen oder anderen von uns eventuell in seine Teenie-Zeit. Passend zum Abschluss der Platte gibt es den Song „The Future“, der noch mal zum Schwelgen einlädt. Hört sich gut an? Ist auch so. Das neue Album ist definitiv mal einen Blick wert und könnte dafür sorgen, dass wir die Jungs so schnell erstmal nicht mehr vergessen.
Kraftklub
Mit K
Unser Lied im Radio! Das schreit Kraftklub gerne heraus, und zwar in ihrem Song „Eure Mädchen“, den man auf dem neuen Album „Mit K“ finden kann. Gewohnt rockig und raplastig zugleich gibt es von den Söhnen der Stadt Chemnitz mal wieder mächtig was auf die Ohren. Insgesamt 13 Songs werden auf der Platte vertreten sein und Abnehmer werden sich wohl auch so einige finden. Denn die Band Kraftklub hat schon seit längerem eine große Fangemeinde vorzuweisen. Mit ihrem Auftritt beim Bundesvision Song Contest 2011 (bei dem sie als Fünfter hervorgingen) und den zahlreichen Konzerten und Festivals, die sie im letzten Jahr gespielt haben, kam man auch gar nicht um die fünf Jungs herum. Nach ihrer Reisewarnung „Ich will nicht nach Berlin“ und der neuen Single „Eure Mädchen“ folgt nun das Album „Mit K“. Die Songs sind durchweg mit einem hohen Spaßfaktor versehen und die Refrains sind so eingängig, dass man schon nach kurzer Zeit mitgrölen kann, was wohl eine der Absichten der Band ausmacht. Unter Titeln wie dem Song „Liebe“ vermutet man eine Hommage an die großen Gefühle, doch nicht so mit Kraftklub. Mit ihrer ironisch witzigen Art Themen zu erfassen, könnte man zwischendurch tatsächlich davon ausgehen, dass hier keiner irgendwen liebt, aber das ist nur verdrehte Realität. Was auf jeden Fall bei keinem Lied fehlen darf, sind die Beats, die jedem Lied ihre spezielle Kraftklub-Note geben, doch trotz allem ist jeder Song auf seine Art und Weise anders. Ruhige Töne auf der Platte zu finden, ist mitunter nicht unbedingt einfach, aber sie sind z.B. beim Song „Kein Liebeslied“ vorhanden. Bei diesem Song wird mal auf die romantische, melancholische Seite der Jungs gesetzt. Und man muss sagen: Auch das gelingt! Die Einstellung der Band und vor allem das Selbstbewusstsein, das die Chemnitzer an den Tag legen, ist auch unverkennbar. Spätestens bei dem Hit „Lieblingsband (Oh Yeah)“ wird klar, dass sie wissen, was sie draufhaben und das auch gerne zeigen. Also fühlt euch angesprochen und greift bei dem neuen Album zu!
Mando Diao
Greatest Hits Vol.1
Am Anfang des neuen Jahres gibt es rein albentechnisch von den Künstlern leider noch nicht so viel zu bieten. Das ist unsere Chance, dachten sich wohl die fünf Rocker von Mando Diao. Am 6. Januar bringen die Schweden das gesammelte Werk aus 13 Jahren Bandgeschichte mit dem Titel „Greatest Hits Vol 1.“ auf den Markt. Insgesamt 22 Songs hat die Platte zu bieten und lässt dabei keinen Chartstürmer aus. Zu diesen zählen unter anderem der Partykracher „Dance With Somebody“, der Ohrwurm „Gloria“ oder auch der erste veröffentlichte Song der Band „Sheepdog“. Die Schweden bestechen vor allem durch die eingängigen Riffs und Melodien der Songs sowie durch die sehr unterschiedlichen Stimmen der beiden Sänger Gustaf Norén und Björn Dixgård. Ebenso wie die Erfahrung, die die Band vorweisen kann: Die Jungs haben nämlich fünf Studioalben aufgenommen, eine MTV Unplugged Show gespielt und die Platte dazu raus gebracht, insgesamt über eine Millionen CDs verkauft und mehr als 1.000 Live Shows in ganz Europa gespielt. Auf ihrem ersten Greatest Hits Album lassen Mando Diao keines ihrer fünf Alben außer Acht. Also macht euch schon mal auf eine lange Reise durch das Mando Diao Universum gefasst: vom Debütalbum „Bringe ’Em In“ bis hin zu der aktuellsten Platte „Give Me Fire“. Für ihre Hardcore-Fans haben sich Mando Diao übrigens noch ein besonderes Highlight überlegt: Auf der Deluxe Edition des Albums gibt es nämlich neben dem Greatest Hits Vol. 1 auch noch eine DVD mit Live-Songs, Videos und exklusiven Versionen einiger Hits. Da sollte dann wirklich für jeden das richtige dabei sein.
Gotye
Making Mirrors
Gotyes “Somebody That I Used To Know“ ist ein ungewöhnlicher Song, der nicht mehr aus unseren Radiostationen wegzudenken. Weltweit ist die Single inzwischen ein echter Hit. Jetzt legt der Australier nach und bringt sein Debütalbum „Making Mirrors“ bei uns auf den Markt. Dass es mit Gotye nicht langweilig wird, merkt man schon nach den ersten beiden Songs. Während der Titeltrack „Making Mirrors“ eher ruhiger ist und auch mit Worten zu geizen scheint, startet der zweite Song „Easy Way Out“ mit kräftigen Gitarrenriffs. Spätestens dann verspüren auch „Nicht-Indie-Fans“ unter uns den Drang, sich zu bewegen. Beim Hören von „I Feel Better“ kommt dann richtiges Disco-Feeling auf. Der Song hebt sich hervor, weil er im Gegensatz zu den anderen sehr viel Soul in den Vordergrund setzt. Man könnte fast auf die Idee kommen, dass da ein anderer Künstler seine Musik macht. „Don't Worry, We'll Be Watching You“ ist dagegen etwas dunkler und der Gesang steht weniger im Vordergrund, was den Vorteil hat, sich während der Strophen mehr auf den Sound konzentrieren zu können. Zugegeben: Beim ersten Hören kam es vor, dass die plötzlichen Enden mancher Songs etwas verwirrten und auch der Übergang zum nächsten Song ungewöhnlich schient. Das gehört jedoch zum Konzept von Gotye und schon beim zweiten Hören macht es Spaß. „Making Mirrors“ ist eine eigene Welt aus Popmusik, elektronischer Musik voller Emotionen und Synth-Folk. Kurz gesagt: Gotyes Debut ist absolut alltagstauglich und kein typisches 08/15-Popalbum. Prädikat: Unbedingt kaufen!
The Black Keys
El Camino
Das siebte Album der amerikanischen Band The Black Keys kann sich wirklich sehen lassen! Die insgesamt elf Tracks der neuen Platte „El Camino“ glänzen mal wieder durch ihren unverwechselbaren blues-rock Sound, den die beiden Sandkastenfreunde Dan Auerbach und Patrick Carney aus Ohio über die Jahre entwickelt haben. Die erste Singleauskopplung „Lonely Boy“ ist gleichzeitig auch der Opener des Albums und als solcher perfekt geeignet. Man merkt gleich, dass die Jungs im Gegensatz zum umjubelten Vorgänger „Brothers“ diesmal das Tempo angezogen haben. Dadurch kommt der knackige Alternative-Rock noch besser zum Tragen als vorher. Nur beim Track „Little Black Submarines“ sind anfangs ein paar ruhige Töne zu hören. In der Mitte des Songs schlägt die Stimmung aber auch schon wieder um und die Jungs lassen die Gitarren heulen. Durch das ganze Album hindurch werden einzelne Phrasen immer wiederholt, sodass sich die Platte sprichwörtlich ins Gehirn einbrennt. Noch mal einfach ausgedrückt: „El Camino“ ist ein echter Ohrwurmgarant und lädt nebenbei noch zum mitsingen und tanzen ein. Gerade der Song „Dead And Gone“ eignet sich hierfür perfekt, in dem besonders die Zeile I Go Anywhere You Go gerne von Zuhörern mitgegrölt werden kann und auch sollte! Es ist schwierig zu sagen, ob das siebte Studioalbum das beste ist und das Vorzeigealbum „Brothers“ übertrumpfen könnte. Die beiden Alben sind viel zu unterschiedlich, um sie miteinander zu vergleichen. Die Lösung des Problems ist aber eigentlich ganz simpel: Wir finden, je nach Gemütszustand sollte man sich entweder das eine oder das andere anhören. Ach ja und auch in Sachen Cover-Gestaltung kann man nur staunen, denn auch hier hat das Duo es mal wieder geschafft, mit Minimalismus zu bestechen: Zu sehen sind parkende Vans in den Straßen der USA. Sehr gewöhnlich und doch aussagekräftig - wie das ganze Album eigentlich. Daumen hoch!
Adele
Live At The Royal Albert Hall
Seit Januar 2011 ist Adele nicht mehr aus den Charts wegzudenken. Ein knappes Jahr nach ihrem Erfolgsalbum „21“ präsentiert sie mit ihrem Live-Album „Adele – Live At The Royal Albert Hall“ ihr neues Meisterstück. Mit ihrem Auftritt in der Royal Albert Hall am 22. September 2011 ging für Adele ein Traum in Erfüllung, an dem sie uns jetzt teilhaben lässt. 17 Songs lang berührt uns das britische Ausnahmetalent und zeigt sich von ihrer besten Seite. Adele singt sowohl Songs ihres Debütalbums „19“ als auch aus ihrem aktuellen Album „21“ und hat zudem noch ein Cover des Songs „I Can´t Make You Love Me“ von Bonnie Raitt mit im Gepäck. Gleich mit ihrem Opener „Hometown Glory“ bietet Adele mit ihrer Stimme und der mysteriösen, melancholischen Stimmung des Songs Gänsehaut-Faktor pur. Natürlich fehlen auch ihre Superhits „Someone Like You“, „Rolling In The Deep“ und „Set Fire To The Rain“ nicht, die live noch besser und mitreißender sind als sowieso schon. Wer Angst hat, dass Adele sich nur von einer Ballade zur nächsten schmachtet, können wir beruhigen. Der Song „Rumour Has It“ lädt fast zum Tanzen ein. Neben der Musik-CD bietet dieses Paket auch das ganze Konzert auf DVD sowie Behind The Scenes – Material, das noch mehr Einblicke von Adele gibt. Zusammenfassend sagen wir: Selbst wenn man das Gefühl hat, ihre Songs schon viel zu oft gehört zu haben, bietet diese Live-Version eine ganz neue Facette, die Adeles Emotionen noch intensiver rüberbringen. Zudem unterstreicht sie mit dieser Veröffentlichung ihren Status als größten Superstar des Jahres 2011.