Crossborder Innovation Challenge

Wir lieben nachhaltige Projekte und stellen euch hier einige der mega coolen Projekte vor, die von der Crossborder Innovation Challenge ausgezeichnet wurden!

Worum geht es?

Kurz und knapp: Städte und Kommunen sollen nachhaltiger gestaltet werden. Deshalb zeichnet die crossborder innovation challenge Projekte aus, die einen sozialen Mehrwert haben und gleichzeitig eine besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit legen.

Dabei muss es nicht mal ein schon fertiges Produkt sein, bereits die Idee zu einem Projekt kann eingereicht werden. Dieses Jahr konnten die  Bewerbungen aus Kiel, Lübeck, Kolding (DK) und Roskilde (DK) eingereicht werden. 

Wie konnte man sich bewerben?

Im Mai dieses Jahres durfte man sich bewerben und seine Idee oder sein Projekt, welches nicht älter als 5 Jahre alt sein darf, einreichen. Als Auswahlkriterien sind unter anderem ökologische Nachhaltigkeit, innovativer Charakter und der soziale Mehrwert aufgeführt. Wenn das Projekt irgendwie in diesen Rahmen passt, sind Bewerbungen zu jeglichen Themen möglich, wie z.B. auch Gaming, Gesundheit oder Digitalisierung. 

Was ist für den Gewinner drin?

Wenn man mit seiner Idee/seinem Projekt nominiert wird, oder sogar gewinnt, dann bekommt das Projekt ´ne Menge Aufmerksamkeit und Unterstützung. Support erhalten die Gewinner beispielsweise beim Marketing und bei dem Erhalten von kostenlosen Arbeitsräumen, um das Projekt weiter anzutreiben. 
Jeder Gewinner wird individuell gefördert, um das beste aus dem Projekt rauszuholen. 

Das sind die Gewinner 2019!

Goldeimer - Closed Loop Diaper System & Carbon Sanitation

Das Goldeimer-Projekt ist bei Weitem kein unbeschriebenes Blatt mehr. Vielen von euch dürften die Komposttoiletten auf einigen Festivals aufgefallen sein. Doch nun gibt es eine neue Idee aus dem Hause Goldeimer: Eine plastikfreie und kompostierbare Windel. Der Traum ist, dass lokale Recyclingsysteme aus dem Boden gestampft werden, an die sich zum Beispiel KiTas anschließen können. Und noch einen Schritt weiter: Mit dem Windelkompost sollen Baumplantagen versorgt werden, damit auch noch aktiv was für mehr Klimaschutz gemacht wird.

Imagine Swings

Schaukeln für alle! Das ist die Vision von Imagine Swings. Als Kind hatte man beim Schaukeln immer viel Spaß. Wieso dürfen Erwachsene also nicht schaukeln? Viele Erwachsene haben in ihrem Leben viel Stress und wenig Zeit für sich, durch Imagine Swings, die sich als Ziel setzen mehr Schaukeln zu bauen,  kann jeder sich mal eine kleine Auszeit auf einer Schaukel nehmen, die nicht nur auf einem eingezäunten Kinderspielplatz steht. 

Schneid - 100% Biocomposite Material

Für die meisten Dinge in unserem Alltag brauchen wir Erdöl. Man kann sich kaum Flaschen, Stühle oder Stifte vorstellen, die ohne Plastik oder wenigstens künstlichen Klebstoff auskommen. Das junge Team von Schneid hat ein Material entwickelt, das zu 100% kompostierbar ist. Mit ihrem Material aus pflanzlichen Proteinen und recycelten Holzspänen können Möbel und Dekorationen hergestellt werden, die nicht nur schick aussehen, sondern auch absolut nachhaltig sind. Sogar für die Autoindustrie könnte dieser Stoff noch interessant werden.

Küstenbiene

Plastikfolie ist im Alltag vieler Menschen fest verwachsen. Mal schnell das Kuchenblech abdecken oder die angeschnittene Gurke einpacken geht jetzt aber auch nachhaltig: Küstenbiene aus Kiel vertreibt nachhaltige Wachstücher, die Plastikfolie ersetzen kann. Das „Wassdook“ besteht aus Leinenstoff, Bienenwachs, Baumharz und Pflanzenöl und könnte einen großen Beitrag dazu leisten, dass der nächste Kuchen nicht in Plastik verpackt werden muss. Und die Ideenliste der Gründer ist lang: Wachsbeutel, Bambus-Trinkhalme und Hochbeetfolie könnten ebenfalls demnächst in nachhaltiger Ausgabe verfügbar werden.

Highgieneous

Das Projekt aus Kolding stellt sich einem der ältesten Probleme der Menschheit: Fehlende Hygiene. Vor allem das Thema Händewaschen liegt den Machern sehr am Herzen. Mithilfe eines „PlugnPlay“-Gerätes wollen sie den Menschen das richtige Händewaschen beibringen. Das soll nicht nur effektiv sein, sondern auch Spaß machen. Vor allem für Menschen, die mit Kindern, älteren Menschen oder Patienten im Krankenhaus arbeiten könnte dieses Projekt interessant werden, damit Keime keine Chance haben.

Marktschwärmer Kiel

Bei Marktschwärmer handelt es sich um einen Wochenmarkt in Kiel, auf dem nur regionale Produkte verkauft werden. Alle Produkte kommen aus dem Umkreis Kiel und haben deshalb keinen weiten Transportweg. Außerdem bestellen die Kunden online ihre Ware im Laufe der Woche, sodass der Verkäufer genau weiß, wie viel sie produzieren müssen. So kann verhindert werden, dass Lebensmittel weggeschmissen werden müssen.

Spülbar

Es gibt zu viel Einweggeschirr auf Veranstaltungen aller Art. Sei es auf Festivals, Märkten oder Firmenfeiern: Oft werden Essen und Getränke in nichtwiederverwertbarem Plastikgeschirr ausgeschenkt. Wieso eigentlich? Das haben sich die Leute von Spülbar auch gefragt und wollen das Problem lösen. Mit einem Lastenfahrrad, in das sie eine Küchenspüle und einen kleinen Geschirrspüler eingebaut haben, ziehen die Kieler seit etwa einem Jahr von Veranstaltung zu Veranstaltung. Sie bringen ihr eigenes Geschirr mit, machen danach alles wieder sauber und man muss sich keine Sorgen, um Müllsäcke voller Plastikgeschirr machen!

noordsk.studio

Eines der heißesten Themen im Instagram-Feed vieler Leute seit einigen Monaten: Tiny Houses! Kleine Häuser, die weniger Energie verbrauchen und den Besitzer dazu einladen, weniger unnötigen Krams zu besitzen, werden langsam zum heißen Trend. Auf diesen Zug möchte auch noordsk.studio aufspringen. Ihr Markenzeichen: Ein Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Tiny House besteht zu einem großen Teil aus natürlich und nachhaltigen Materialien. So wird beispielsweise Seegras als Dämmmaterial benutzt. Außerdem achtet das Start-Up auch auf kurze Transportwege: Das Holz für die Häuser kommt aus Skandinavien.

TimberNest

Die Dänen von TimberNest wollen etwas ganz Grundlegendes verändern: Wie wir kommunizieren. In Zeiten von Social Media wollen die Macher ein Zeichen für den echten, persönlichen Kontakt setzen. Deshalb bauen sie soziale Möbel. Was das ist? Zum Beispiel eine Vierer-Bank, die keinen Tisch in der Mitte hat, dafür aber als Wippe gebaut ist. So findet man schnell und einfach ein Gesprächsthema mit seinem Gegenüber! Durch die Wippe ist das Ganze interaktiv, man kann eine Menge Spaß haben. Und für einen kurzen Moment das Handy ganz vergessen.

Microgreens Danmark / Gro Lys

Anders und Hjalmar aus Kolding haben bisher eigentlich mit medizinischem Cannabis in Dänemark ihr Geld verdient. Jetzt stürmen die beiden Dänen einen neuen Markt: Sie wollen Restaurants dabei beraten, Keimlinge von Kräuter- und Gemüsepflanzen (sog. Microgreens) selbst anzubauen und in ihr Essen zu integrieren. In den kleinen Pflänzchen steckt die geballte Power, die eine Pflanze zum Wachsen braucht. Deshalb sind sie unfassbar nährstoffreich und werden momentan als neues Superfood gehandelt.

Silkroad of Sustainability

Die Macher von Silkroad of Sustainability wollen vor allem die Verbindung der beiden Partnerstädte Kiel und Aarhus stärken. Dafür werden die Menschen animiert, sich mit ihrem Gegenüber auszutauschen. Es soll nicht nur einen Radweg geben, der die beiden Städte über die Grenzen hinweg miteinander verbinden soll, sondern auch Austauschprogramme. So werden die Bewohner von Kiel und Aarhus, aber auch die Leute aus dem Umland der Städte, zusammen neue innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln. Teil dieser Idee ist eine App, durch die Leute aus Kiel und Aarhus in Kontakt miteinander treten können sollen.

Ihr habt Bock mitzumachen?

Habt ihr ein Projekt oder eine Idee mit dem ihr mitmachen wollt? Kein Problem! Einfach nächstes Jahr anmelden!