Popstar Lorde nutzt ihre Reichweite für mehr als Musik: Nach zwei ausverkauften Shows in Minneapolis spendet sie 204.000 US-Dollar an Organisationen, die sich für die Rechte von Migranten einsetzen. Das Statement dahinter: ICE OUT.
Comeback, Album & Tour
Zwischen 2021 und 2025 ist es ungewöhnlich ruhig um Lorde gewesen. Die Künstlerin hat sich bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, kämpft mit Depressionen und einer Essstörung und setzt sich intensiv mit ihrem eigenen Körperbild sowie dem Druck des Erfolgs auseinander. Diese Zeit der Selbstreflexion verarbeitet sie schließlich auf ihrem Comeback-Album „Virgin“. Im Interview mit dem Document Journal spricht Lorde offen über diese Phase.
Da kamen immer wieder Schichten von Trauer zum Vorschein – eine kollektive Wut, so viel Trauma, das an die Oberfläche kam. Ich habe meinen Körper selbst schlecht gemacht, weil ich dachte, das müsse man als Frau – besonders als Frau in der Öffentlichkeit – tun. Ich esse jetzt so viel, wie ich will und brauche. Mein größtes Ziel war es, nichts zu veröffentlichen, bevor ich nicht ganz bei mir selbst bin – physisch und emotional. Dieses Album ist das Ergebnis davon.
„Ultrasound“: Eine Tour als gemeinsames Erlebnis
Passend zum Release kündigt Lorde ihre „Ultrasound“-Welttour an – ein neues Kapitel, musikalisch wie persönlich. Zur Weltreise sagt Lorde, die eigentlich Ella Marija Lani Yelich-O’Connor heißt: „Jede Show wird eine Zusammenarbeit zwischen dir und mir sein. Ich habe unnötige Schichten entfernt und mehr Bewegungsfreiheit geschaffen. Ich glaube, dass ‚Ultrasound‘ unser Meisterwerk werden könnte.“
Ende 2025 ist es dann so weit: Drei Shows in Deutschland und ein Konzert in Zürich, insgesamt über 25.000 Fans, ausverkaufte Hallen und pure Gänsehaut-Momente.
Ich spende unsere Merchandise-Einnahmen in Minneapolis (204.000 US-Dollar) an das Minnesota Immigration Rights Action Committee und das Immigrant Defense Network.
„ICE Out“ als politisches Statement
Nicht nur musikalisch sorgt Lorde für Schlagzeilen. Im Oktober 2025 spielt sie zwei ausverkaufte Shows in Minneapolis – einer Stadt, die aktuell stark im Fokus politischer Debatten steht. Nach tödlichen ICE-Operationen im Januar 2026 hat sich die Musikerin zu einem klaren Statement entschieden. 204.000 US-Dollar aus den Merch-Einnahmen gehen an zwei Migranten-Organisationen. Mit ihrer Aktion reiht sich Lorde in eine wachsende Bewegung von Artists ein, die öffentlich Kritik an der US-Migrationsbehörde ICE äußern.
Bei den GRAMMYs 2026 haben unter anderem Billie Eilish, Kehlani sowie Justin und Hailey Bieber Buttons mit der Aufschrift „ICE Out“ getragen – ein deutliches Zeichen gegen Abschiebungen und Polizeigewalt.
Diese Organisationen unterstützt Lorde
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Minnesota Immigration Rights Action Committee (MIRAC)
Ein gemeinnütziges Netzwerk, das sich gegen Abschiebungen, für Migrationsrechte und eine faire Behandlung von Einwandernden einsetzt.
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Immigrant Defense Network
Ein Zusammenschluss von über 90 lokalen Gruppen, der rechtliche Hilfe, Ressourcen und Unterstützung für Migrantenfamilien bereitstellt.
TIK TOK HIT TRACKS
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