Coronavirus: Quarantäne & Homeoffice

Da das Coronavirus hoch ansteckend ist, kann eine häusliche Quarantäne angeordnet werden. Zudem arbeiten immer mehr Leute von zu Hause im Homeoffice. Hier gibt's für euch alle wichtigen Infos dazu.

Was heißt Quarantäne überhaupt?

Es handelt sich bei der Quarantäne um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es geht darum, die Gesellschaft vor ansteckenden Krankheiten wie eben dem Coronavirus zu schützen. Menschen, die Symptome aufweisen und infiziert sein könnten, werden deshalb für einen befristeten Zeitraum isoliert. Das kann bei Verdachtsfällen auch eine häusliche Quarantäne sein. Ihr müsst also nicht unbedingt ins Krankenhaus.

Wann muss ich in Quarantäne?

Im speziellen Fall des Coronavirus sind nicht nur Menschen mit Symptomen ein Fall für die Quarantäne. Hattet ihr zum Beispiel Kontakt zu Leuten, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder habt ihr euch in stark betroffenen Gebieten aufgehalten, solltet ihr direkt euren Hausarzt oder das zuständige Gesundheitsamt informieren. Danach wird entschieden, ob und wo ihr in Quarantäne müsst.

Wie lange dauert die Quarantäne?

Die Dauer der Quarantäne richtet sich normalerweise nach der Inkubationszeit der Krankheit. Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Beginn von Symptomen liegt beim Coronavirus bei 14 Tagen, deshalb wird man mindestens auch genauso lange beobachtet. In der Zeit wird das Gesundheitsamt jeden Tag mit den Betroffenen in Kontakt stehen, um den Gesundheitszustand genau beobachten zu können

Was müsst ihr bei häuslicher Quarantäne beachten?

  • Zuhause bleiben, das gilt dann auch für Familienmitglieder, die im Haushalt leben
  • Kein Kontakt zu Dritten
  • Körperkontakt vermeiden
  • regelmäßig Hände waschen
  • Wohn- und Schlafräume gut durchlüften
  • Wäsche regelmäßig waschen
  • Hygieneartikel nicht teilen
  • Tische und Türklinken regelmäßig reinigen

Weitere Hygienetipps findet ihr HIER.

Wer versorgt mich bei einer häuslichen Quarantäne?

Das Robert-Koch-Institut rät dazu, Verwandte, Bekannte oder Nachbarn zu bitten, Einkäufe durchzuführen und diese einfach vor der Tür abzustellen. Ist das nicht möglich, sollte das zuständige Gesundheitsamt informiert werden. Das kümmert sich in Extremfällen dann um eine angemessene Unterstützung.

Wenn ihr euch darauf vorbereiten wollt, zwei Wochen Zuhause bleiben zu müssen, guckt euch am besten mal den Ratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an. Das BBK empfiehlt damit ganz unabhängig von der Ausbreitung des Coronavirus "Maßnahmen zur Bevorratung von Lebensmitteln" im Sinne eines effektiven Selbstschutzes.

Für die Versorgung einer Person für 10 Tage wird empfohlen:

  • 20 Liter Wasser
  • 3,5 kg Getreideprodukte, wie Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis
  • 4,0 kg Gemüse, Hülsenfrüchte im Glas oder Dosen
  • 2,5 kg Obst, Nüsse
  • 2,6 kg Milch und Milchprodukte
  • 1,5 kg Fisch, Fleisch, Eier
  • 0,357 kg Fette, Öle

Das Ganze reicht für 10 Tage. Wer also morgens jeden Tag in den Laden rennt, um sich mit Mehl, Nudeln und Toilettenpapier einzudecken, hamstert unnötig und nimmt damit auch älteren Menschen zum Teil lebenswichtige Artikel weg.

"Es muss sich keiner Sorgen machen, dass es keine Nudeln mehr gibt..."

Matthias Benz ist Unternehmenssprecher einer großen Supermarktkette und klärt nochmal darüber auf, dass es in den Lebensmittelmärkten zu keinerlei Engpässen kommen wird.

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Wer versorgt meine Haustiere während der Quarantäne?

Macht euch keine Sorgen, um eure Vierbeiner, eine Übertragung des Coronavirus vom Menschen auf Tiere ist nach aktuellem Stand ausgeschlossen. Heißt: Haustiere können auch bei einem Quarantäne-Fall im Haushalt bleiben. Ausnahmen gibt's bei Hunden. Die sollten am besten bei Bekannten, Verwandten oder in Hundetagesstätten untergebracht werden, denn Quarantäne bedeutet definitiv "zu Hause" bleiben, mal eben kurz Gassi gehen ist leider nicht drin.

Haustier mit Coronavirus anstecken?

Dr. Anne Marcic ist Infektionsreferentin im Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein und gibt zu diesem Thema Entwarnung.

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Alice Merton mit Waste My Life

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Viele Arbeitnehmer dürfen zur Zeit nicht auf die Arbeit und müssen daher von zu Hause aus arbeiten. Andere machen sich nach wie vor jeden Tag auf den Weg zur Arbeit und würden sich vielleicht aus Selbstschutz einen Homeoffice-Platz wünschen. Hat man da automatisch ein Recht drauf? Und kann man Homeoffice in so einer Situation wie gerade erzwingen?
Wir haben zu dem Thema mit Dr. Stefan Kornmacher aus Kiel gesprochen. Er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Ist es möglich, Homeoffice einfach zu erzwingen?

Auch auf diese Frage hat Dr. Stefan Kornmacher eine deutliche Antwort parat.

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